Federico Fellinis Verhältnis zu seiner Heimatstadt wird oft als ambivalent beschrieben. So sagte er auch selber einmal, Rimini sei ein „Kuddelmuddel – konfus, beängstigend und zart“. Der größte Sohn der Stadt ging ja auch schon recht früh, mit 18 Jahren, nach Rom. Zurück kehrte er erst als Toter. Früher wollte er nicht freuwillig zurückkommen. Er ärgerte sich auch ein wenig, „zu einem Objekt des Tourismus geworden zu sein“, weswegen schon bald ein reger Fremdenverkehr durch seine Heimatstadt floss. Freunde und Bekannte sagen jedoch, er hätte Rimini auf seine Weise geliebt.

So setzte er der Stadt mit dem Film „Amarcord“, der im Rimini der 30er und 40er Jahren spielte, ein Denkmal. Auf den Spuren von Fellini stößt man an sogar an überraschend vielen Orten auf szenische Fragmente seiner Filme. Allerdings drehte er nie vor Ort; er ließ jede einzelne Filmsequenz in den Filmstudios von Cinecittà in Rom nachstellen.

Er verlor seine Geburtsstadt auch nie wirklich aus den Augen. Allerdings kam er immer nur übergangsweise zu Besuch und wohnte so künstlich wie möglich im alten Grand Hotel am Meer.

Die Stadt setzte viele Zeichen, die an Fellini erinnern sollen, so wurde ein Rondell an der Strandpromenade nach ihm benannt, ebenso der Park vor seinem Lieblingshotel, sowie der nahe gelegene Flughafen, dessen Logo die Silhouette des Meisters im Profil ziert. Das Grand Hotel, das noch aus der Gründerzeit stammte, als es die mondäne Welt erstmals nach Rimini zog, wurde außerdem zum nationalen Kulturdenkmal ernannt. Das Stadtviertel, in dem Fellini in seiner Kindheit lebte, haben die Bewohner mit Wandmalereien geschmückt, die ihn oder Szenen aus seinen Filmen darstellen.

Draußen vor der Stadt liegt der Friedhof, auf dem Fellini nach seinem Tod begraben wurde. Direkt hinter dem Haupteingang haben die Einwohner Riminis ihrem Federico ein freistehendes Ehrengrab gebaut. Hier ruht er nun an der Seite seiner Frau, die ein halbes Jahr nach ihm starb. Auch ihr gemeinsames Kind liegt dort, welches im April 1945 in den letzten Kriegswirren der offenen Stadt nur wenige Tage überlebte.

Ein Jahr nach Fellinis Tod wurde die Fondazione Federico Fellini ins Leben gerufen worden. Diese Stiftung hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an Federico Fellini aufrecht zu halten sowie das Studium seiner Werke zu fördern.