1952: Fellini drehte mit „Der weiße Scheich“ seinen ersten Film. Es war eine Satire auf die damals sehr beliebten Fotoromane.

1953: Sein zweiter Film „Die Müßiggänger“ spielt in der Nachkriegszeit. Fellini zeigt ohne viele Ausschmückungen den Alltag junger Leute in einer italienischen Provinzstadt.

1954: „La Strada – Das Lied der Straße“ ist der erste erfolgreiche Film Fellinis. Diese poetische Tragödie, in der zwei Außenseiter zu Helden wurden, berichtet von Einsamkeit und tiefer Menschlichkeit.

1959: Mit dem Film „Das süße Leben“ konnte Fellini seinen Ruf als Starregisseur festigen. Es ist wohl der berühmteste Fellini-Film, unter anderem auch wegen des Skandals, den er bei seinem Erscheinen auslöste. Er wurde mehrfach ausgezeichnet.

1962: „8 ½“ war eine Selbstreflexion und einer seiner radikalsten Filme. Der Filmtitel bezieht sich auf die Anzahl seiner bisher gedrehten Filme.

1965: „Julia und die Geister“ war Fellinis erster richtiger Farbfilm. Es war ein symbolfreudiges Werk, das ein faszinierendes Frauenportrait darstellte. Er schaffte es geschickt, ihr Unterbewusstsein mit dem gezielten Einsatz von Symbolen und Farben auf die Leinwand zu bringen.

1969: In „Satyricon“ inszenierte Fellini eine bizarre und phantastische Geschichte in der er mit den Mythen des antiken Roms spielte.

1971: In „Roma“ stellte er sich selbst dar, wie er als junger Mann aus der Provinz in die Stadt kommt. Es ist ein sehr persönlicher Film, da viele private Erinnerungen und Erlebnisse eingeflossen sind.

1973: Auch „Amarcord“ ist autobiographischer Film, der aus seinen Erinnerungen an Rimini gestrickt wurde.

1976: Fellini schuf die aufwändigste und aufsehenerregendste Fassung von „Casanova“, dessen Erlebnisse ja schon vorher oft verfilmt wurden. Alle Originalschauplätze wurden in Cinecittà nachgebaut – die Drehzeit betrug zwei Jahre.

1985: Eines der bekanntesten Alterswerke Fellinis ist „Ginger und Fred“. In ihm zeigt er seinen Unmut über die Unkultur der organisierten Massenunterhaltung.

1986: „Intervista“ ist ein weiterer Autobiographischer Film, in dem Gegenwart, Vergangenheit, Realität und Fiktion ineinander übergehen. Der Zuschauer wird auf einer Reise durch seine 40jährige Karriere geführt. Es ist seine ganz persönliche Liebeserklärung an das Medium Film.

1990: „Die Stimme des Mondes“ ist Fellinis letzter Film, in dem er erneut seine künstlerischen Kräfte spielen lässt und die Konventionen des Klassischen Films über den Haufen wirft.

Fellinis Filme sind untrennbar mit der großartigen Musik von Nino Rota verknüpft. Von ihm stammen u.a. die Melodien zu „La Strada“ oder „8 ½“. Durch ihn lässt sich die Gedankenwelt Fellinis, wie auch z.B. seine Vorliebe für den Zirkus, auch auf akustischem Wege nachvollziehen.