Federico Fellini wurde am 20. Januar 1920 in Rimini geboren. Er kam mit fünf Jahren auf eine Katholische Schule, die von Schwestern geleitet wurde. Er wuchs in einem Italien auf, in dem Mussolini und Papst Pius XII dominierten. Schon früh begeisterte Federico sich fürs Zeichnen und seit er 1930 seinen ersten Tonfilm sah, wuchs auch seine Begeisterung für dieses Medium. Jedoch hatte er auch andere Träume: Im selben Jahr lief er von zu Hause weg, um sich für kurze Zeit einem Zirkus anzuschließen.

1936 wurden erstmals seine Karikaturen und Portraitzeichnungen publiziert. Außerdem gründete er mit einem Freund das „FEBO Porträtatelier”. Nach seinem Schulabschluss schrieb und zeichnete er für die florentinische satirische Wochenzeitung „420”.

1939 verließ er Rimini, um sich an der Universität Rom einzuschreiben. Nebenbei versucht er sich als Journalist beim Rundfunk und macht schon ein Jahr später seine ersten Erfahrungen als Drehbuchautor. Außerdem arbeitete er als Zeichner und Übersetzer von Comics für eine humoristische Wochenzeitschrift, verfasste Hörspiele und entwickelte Gags für den Komiker Macario.

1943 heiratet er die junge Schauspielerin Giulia Masina, die er bei seiner Rundfunkarbeit kennenlernte. Ein Jahr später durfte er erstmals als Drehbuchautor bei Roberto Rosselinis „Rome: Open City“ mitarbeiten und nach weiteren zwei Jahren saß er bei „Paisà“ sogar schon im Regieraum. Diese beiden Filme gehören zu den schönsten des italienischen Neorealismus. Als Drehbuchautor und Regieassistent war nun er maßgeblich an der Entwicklung dieses Stils beteiligt.

Seine ersten eigenen Filme „Der weiße Scheich“ und „Der Müßiggänger“ drehte er ab 1952. Bereits sein dritter Film „La strada“ (1954) wurde ein Welterfolg. Mit ihm wurde Fellini zum Star, er gewann seinen ersten Oscar für den besten ausländischen Film.

In seiner 40 Jahre dauernden Regie-Karriere inszenierte er zwanzig Spielfilme. De Liste der Preise, die er im Laufe der Zeit bekam, ist endlos lang. Er wurde 12 mal für den Oscar nominiert, gewann ihn jedoch nur zwei mal. Deshalb wurde Fellini 1993, in seinem Todesjahr, mit dem Ehren-Oscar ausgezeichnet.

Am 31. Oktober 1993 starb Federico Fellini an den Folgen eines Herzanfalls.